Historie

Ende der 50er Jahre hatten die Krankheiten der Verdauungsorgane und des Stoffwechsels einen zunehmend hohen Anteil an den damaligen Heilmaßnahmen. Um hierfür zusätzliche geeignete Möglichkeiten zu schaffen, die auch eine klinische Betreuung unter ständiger ärztlicher Aufsicht gewährleisteten, beschloss die LVA Westfalen (heute: Deutsche Rentenversicherung Westfalen), in Bad Driburg eine entsprechende Klinik zu bauen.

Am 12. Oktober 1966 wurde die Klinik Rosenberg eingeweiht. Die Behandlung von Patienten mit chronischen Lebererkrankungen stand damals im Vordergrund. Neben den Leberpunktionen und Leberspiegelungen wurden auch schon Magen- und Darmspiegelungen durchgeführt. Für diese Spiegelungen wurde zusätzlich zu dem halbflexiblen Schindler-Gastroskop eines der ersten flexiblen Hirschowitz-Gastroskope mit Glasfaseroptik benutzt.

Zunächst als Sanatorium konzipiert, entwickelte sich die Klinik zu einer Fachklinik für Gastroenterologie. Wissenschaftlicher Ehrgeiz zur Entwicklung neuer Behandlungsmethoden, wie die erstmalige Druckmessung in der Papille Vateri auf endoskopischem Wege und die erste Elektromanometrie im Gallengang, sowie die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universitätsklinik Münster verschafften der Klinik Rosenberg einen hohen Stellenwert in der Rehabilitationsmedizin.

Als erste Klinik in Nordrhein-Westfalen erhielt die Klinik Rosenberg 1972 die Weiterbildungsermächtigung für das Teilgebiet "Gastroenterologie".

Die ebenfalls in Bad Driburg von der LVA Westfalen betriebene Kurklinik Stellberg wurde 1984 im Zuge der Modernisierung als "Abteilung Stellberg" der Klinik Rosenberg angegliedert.

Die mit dem Wachstums- und Beschäftigungsförderungsgesetz 1996 verbundene Deckelung der Rehabilitationsausgaben führte zu einem starken Rückgang an Rehabilitationsmaßnahmen. Die gleichzeitig eingeführte Verkürzung der Verweildauer bedeutete einen erheblichen Rückgang der Auslastung der Rehabilitationskliniken. Konsequenz dieser Entwicklung für den Standort war die Schließung der Abteilung Stellberg zum 14. Mai 1998.

Eine weitere Auswirkung dieser Entwicklung war die Notwendigkeit, neben den Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen, eine weitere Indikation in das Behandlungsspektrum aufzunehmen: Eine Abteilung für Psychosomatik wurde 1997 eröffnet.

Bauliche Entwicklung

  • Bei der Eröffnung 1966 umfasste die Klinik 167 Betten, davon 75 Zwei-Bett-Zimmer und 17 Ein-Bett-Zimmer.
  • Aufgrund der rasanten Entwicklung der Rehabilitationsmedizin, des steigenden Bettenbedarfs und der Modernisierungsnotwendigkeit fanden von 1980 bis 1983 umfangreiche Umbaumaßnahmen statt. Der bestehende Baukörper wurde um ein Bettenhaus erweitert, die Doppelzimmer in Einzelzimmer mit Nasszellen umgewandelt und weitere Räume eingerichtet wie Schwimmbad mit Sauna, Gymnastikhalle und Gruppenraum.
  • Im Jahr 1994 startete ein 5-jähriges Renovierungsprogramm: unter anderem wurde das Personalwohnhaus zu einem Schulungszentrum mit Lehrküche umgebaut, der Eingangsbereich mit Cafeteria, Terrasse, Rezeption und neuem Vorplatz neu gestaltet, ein Patienten-Raucherraum im nahen Außenbereich eingerichtet, was zu einem kompletten Rauchverbot in der Klinik führte.
  • Im Jahr 2000 wurde die 5. Etage umgebaut zu 8 neuen Patientenzimmern und weiteren Gruppenräumen.
  • Im Jahr 2002 sind die Schwesternzimmer stockwerksweise zusammengelegt worden mit direkter Zuordnung der Arztzimmer.
  • Im Jahr 2004/05 wurde die Sauna komplett saniert. Das Schwesternwohnheim wurde abgerissen und auf dem Grundstück ein Parkplatz mit 30 Stellplätzen hergerichtet.
  • Im Jahr 2005/06 wurde das Schwimmbad saniert und um einen Wintergarten erweitert. Der Aufenthaltsbereich im Flur der Sport- und Physiotherapie wurde durch eine bauliche Erweiterung zum MTT-Bereich umfunktioniert.
  • Im Jahr 2007 wurde die komplette Umgestaltung der Gartenanlage auf der Südseite in Angriff genommen. Dabei wurde auch ein Gymnastikplatz geschaffen.
  • Im Jahr 2009/2010 wurden 81 Patientenzimmer auf der A-Seite (Bauteil von 1966) komplett saniert. Dabei wurden die Nasszellen vergrößert. Um auch für die Adipositas-Patienten entsprechende Zimmer anbieten zu können, wurden auf den Ebenen 2, 3 und 4 auf der Nordseite 2 Versorgungsräume aufgegeben und diese als Nasszellenbereiche den 4-Patientenzimmern zugeordnet.
    Alle Patientenzimmer wurden mit Flachbildschirmen ausgestattet. Die Satellitenanlage wurde auf digitalen Empfang umgestellt. Für die Nasszellen auf der B-Seite wurde eine neue Lüftungsanlage installiert.
  • Im Jahr 2010 wurde das Labor entsprechend den Anforderungen des externen Labordienstleisters renoviert.

  • Von September 2011 bis Oktober 2012 wurde der Badebereich (Massage, Fango, Fußbäder, Stangerbäder und Hydromassage) der Sport- und Physiotherapie und der Diagnostikbereich saniert. Diese Bereiche hatten seit dem Eröffnungsjahr 1966 keine grundlegende Sanierung erfahren. Nunmehr entsprechen auch diese Bereiche den aktuellen organisatorischen Anforderungen.

  • Im Herbst 2012 wurde die Patientenbibliothek in den Medienraum der Cafeteria verlagert. In dem frei gewordenen Bereich der ehemaligen Patientenbibliothek wurde ein Dienstzimmer für den Pflegedienst hergerichtet. In diesem Zimmer befindet sich nach der Umstrukturierung der Innendienst des Pflegedienstes.

  • Mitte 2013 wurde das Flachdach aus dem Jahre 1966 (Bauteile 1 und 2, A-Seite) saniert. Dabei wurden 500 Tonnen Beton, Kies und komplett durchnässte Dämmwolle entsorgt und auch weitestgehend um dieses Gewicht entlastet.

  • Im Sommer 2014 wurde der Aufenthaltsbereich auf der Station 2A zu einem Pflegestützpunkt umgebaut. Somit befindet sich nunmehr auf der Ebene 1 der Pflegestützpunkt Innen- und auf der Ebene 2 der Pflegestützpunkt Außendienst.

  • Im Oktober 2014 wurde die analoge Telefonanlage auf DECT-Telefonie mit Schnurlostelefonen umgestellt.

  • Im Frühjahr 2015 wurde die Sterilisation des Sterilgutes extern an das hiesige Krankenhaus vergeben.

  • Von August 2015 bis August 2018 wurden Renovierungsarbeiten an 90 Patientenzimmern und 45 Mitarbeiterzimmern in mehreren Bauabschnitten durchgeführt. Dazu wurden zur Weiterführung des kompletten Reha-Betriebes 64 Betten in der leerstehenden Eggeland-Klinik geschaffen. Damit ist die Klinik bis auf einen kleinen Zwischentrakt komplett kernsaniert.

Zusatzinformationen

Anschrift

Klinik Rosenberg der Deutschen Rentenversicherung Westfalen

Hinter dem Rosenberge 1
33014 Bad Driburg
Tel. 05253 970-0 | Fax 05253 970-123

Neuer Klinikfilm

Schauen Sie sich den Klinikfilm der Klinik Rosenberg an und gewinnen Sie so einen Eindruck unseres Hauses.

Klinikfilm